Walter Hess arbeitet an einem Zifferblatt.

Die grössten Mythen über Uhren – was stimmt wirklich?

Rund um Armbanduhren und ihre Pflege gibt es viele Mythen – aber nicht alle sind wahr. Hier sind drei häufige Irrtümer und die Realität dahinter.

von Walter Hess

Mythos 1 – Eine Automatikuhr darf nie stehen bleiben
Fakt: Es ist völlig unproblematisch, wenn eine Automatikuhr einmal nicht getragen wird und stehen bleibt. Die Öle in modernen Uhrwerken sind so entwickelt, dass sie auch bei längeren Pausen nicht verharzen. Ein kurzes Aufziehen genügt, um sie wieder in Gang zu setzen.

Mythos 2 – Eine Uhr mit Saphirglas kann nicht zerkratzen.
Fakt: Saphirglas ist extrem kratzfest, aber nicht unzerstörbar. Es kann durch Diamanten beschädigt werden – und bei einem starken Aufprall oder Schlag auch brechen. Trotzdem ist es das härteste Material für Uhrengläser.

Mythos 3 – Mechanische Uhren sind immer genauer als Quarzuhren.
Fakt: Mechanische Uhren sind Meisterwerke der Handwerkskunst, aber Quarzuhren sind in Sachen Präzision besser. Während eine hochwertige mechanische Uhr einige Sekunden Abweichung pro Tag hat, kann eine Quarzuhr über Monate hinweg nur wenige Sekunden falsch gehen. Die Faszination mechanischer Uhren liegt nicht in ihrer absoluten Genauigkeit, sondern in der traditionellen Technik und der Schönheit des Uhrwerks.